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Buchpräsentation bei der Uniun da las RumantschAs en la Bassa

Sibylle Mani und Tania Zanetti referierten am 27. Mai 2021 über den Wanderführer im Rahmen des Vereins „Uniun da las Rumantschas e dals Rumantschs en la Bassa“.

RumantschAs en la Bassa (URB)

RumantschAs en la Bassa ist ein Verein, der aus romanischsprachigen Mitgliedern besteht, die in der deutschsprachigen Schweiz leben. Dem Verein geht es darum, die romanische Kultur und Sprache zu pflegen, weshalb der Verein immer wieder Treffen und Veranstaltungen – Buchpräsentationen, Konzerte – organisiert. Gegründet wurde RomontAschs ella Bassa (URB) von der Lia Rumantscha im Jahr 1991 und beträgt heute rund 600 Mitglieder.

Buchpräsentation

Wegen Covid fand die Veranstaltung über die digitale Plattform Zoom statt. Gäste waren Vereinsmitglieder der URB, die aus verschiedenen romansichsprachigen Gebieten in die deutschsprachige Schweiz eingewandert sind. Es waren aber auch Vereinsmitglieder da, die in der deutschsprachigen Schweiz aufgewachsen sind, deren Eltern aber aus dem romanischsprachigen Gebiet stammen.

Auf die Begrüssung folgte als Einstieg ein Kurzfilm, der Bilder aus der Surselva zeigte und Eindrücke von der schönen Umgebung vermittelte. Anschliessend übernahm Sibylle Mani das Wort und stellte das Buchprojekt auf Romanisch aus der Surselva (Sursilvan) vor. Sibylle Mani sprach über ihre Motivation und erklärte, dass der Inhalt aus Wanderungen besteht, die mit Sagen und Zusatztexten verknüpft sind. Die Sagen und Zusatztexte vermitteln vertieft Einblick in die Kultur und Geschichte der Wanderlandschaft. Des Weiteren stellte Sibylle Mani die von dem Autorenteam selbst hergestellten Höhenprofile und Wanderkarten vor.

Nun übernahm Tania Zanetti das Wort auf Romanisch aus dem Oberengadin (Puter). Sie malte die Bilder zu den Sagen und gab Einblick in ihre Auseinandersetzung mit denselben. Tania Zanetti sprach von der Bedeutung der Sagenfiguren, erklärte zudem anhand eines Beispiels den Zusammenhang zwischen einer Sage mit ihrem historischen Hintergrund.

Nach der Präsentation des Buchinhalts traten die Referentinnen mit dem Publikum in Dialog: Auf dem Bildschirm erschienen die Bilder von drei Sagen. Das Publikum wurde gefragt, welche dieser drei Sagen es erzählt bekommen möchte – die Wahl fiel auf „Die angebundene Gämse in der Greina“.

Sibylle Mani las den erzählenden Teil auf Romanisch aus der Surselva (Sursilvan) vor. Bei der direkten Rede setzte Tania Zanetti mit Romanisch aus dem Engadin (Puter) ein. Somit wurde die Sage nicht nur in einem Wechselspiel zwischen Erzählung und direkter Rede, sondern ebenso als Dialog zwischen zwei verschiedenen Romanisch präsentiert. Die Idee gefiel dem Publikum, so dass die Referentinnen als Zugabe die weiteren beiden Sagen ebenfalls vorgetragen haben.

Wir danken vielmals für die Unterstützung durch den Verein für unser Buchprojekt!

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